Berufsanerkennung leicht gemacht!

Hallo Leute,

hier findet ihr viele Informationen, wie ihr eure Berufsqualifikation, die sie im Ausland erworben habt, in Hamburg anerkennen lassen könnt.

Häufige Fragen, die den Prozess begleiten lauten:

• wo muss ich meinen Antrag abgeben?
• welche Dokumente sind erforderlich
• wie lange dauert das Verfahren?
• kommen etwa noch andere Kosten auf mich zu?
• bekomme ich später eine Arbeitsstelle

BERATUNG 

Für eine schnelle Berufsanerkennung ist es erforderlich, sich vorab gut beraten zu lassen. Dort erfährt man, welche geforderten Dokumente in beglaubigter Form per Post oder persönlich einzureichen sind.  Außerdem kann dort die Kostenübernahme durch Dritte geklärt werden.

Darum zunächst einen Termin bei der Zentralen Anlaufstelle Anerkennung der Diakonie in Hamburg vereinbaren.

DOKUMENTE

Alle Dokumente, die nicht auf Deutsch oder Englisch sind, müssen von einem vereidigten öffentlich bestellten Übersetzer ausgefertigt werden.

Kopien der Übersetzungen und Originale könnt ihr beim Notar beglaubigen lassen oder das Übersetzungsbüro macht im besten Fall eine zweite Kopie. Wenn ihr euch an das Bezirksamt wendet, werdet ihr feststellen, dass die Damen und Herren dort nur Beglaubigungen von deutschen Texten machen. Alles, was sie nicht lesen und verstehen können, werden sie nicht beglaubigen.

Pässe, Meldebescheinigungen oder andere behördliche Dokumente, wie z.B. Namensänderungen werden auch nicht beglaubigt.  Es handelt sich hier um amtliche Dokumente, die immer durch einen Notar oder Übersetzer zu beglaubigen sind. Allerdings dürfen auch Kirchenbüros Dokumente amtlich stempeln.

Berufliche Weiterbildung

Oft ist es auch ratsam sich mit seinen beruflichen Qualifikationen zu verbessern. Schau dich doch hier mal auf der Webseite der größten Fernschule um. Wenn du aus der Gesundheitsbranche kommst, kannst du hier deine Qualifikationen weiterentwickeln.

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WOHNORTSPRINZIP

Wenn ihr nicht in dem Bundesland wohnt, in dem ihr den Antrag stellt, ist immer eine schriftliche Absichtserklärung beizufügen. Dort erklärt ihr, dass es eure Absicht ist, in dem Bundesland zu arbeiten, in dem der Antrag gestellt wird. Meistens ist es trotzdem erforderlich, einen Bescheid des Bundeslandes in beglaubigter Form vorzulegen, in dem ihr derzeitig wohnt.

SPRACHKENNTNISSE

Während das Anerkennungsverfahren läuft, nutzt die Zeit. Verbessert eure deutschen Sprachkenntnisse, frischt die theoretischen und praktischen Kenntnisse eures Berufes auf. Schreibt  Bewerbungen und versucht einen Praktikumsplatz zu bekommen. Macht ein professionelles Bewerbungstraining und fertigt eine gute Bewerbungsmappe an, die viel über eure Qualitäten und Fähigkeiten aussagt.

BEWERBUNGEN

Die richtige Bewerbungsmappe

Vorab sei gesagt es gibt heutzutage ein riesiges Angebot an unterschiedlichsten Bewerbungsmappen.

Erhältlich sind zweiteilige, dreiteilige und vierteilige Bewerbungsmappen. Allerdings sind auch Klemmmappen sehr zu empfehlen, weil man die Unterlagen mit einem Handgriff einfach herausnehmen kann, um sie z.B zu kopieren.

Abzuraten sind von den dreiteiligen Bewerbungsmappen da sie öfters (zweimal) aufgeklappt werden müssen. Besser sind hier zweiteilige Mappen mit Klemmschiene Bewerbungsmappen-Set!

Die entscheidende Frage ist jetzt: Was kommt eigentlich alles in die Bewerbungsmappen?

  1. Zuerst kommt das Anschreiben (Bewerbungsschreiben) auf die oder in die Bewerbungsmappen.
  2. das Deckblatt mit oder ohne Foto (optional)
  3. der Lebenslauf mit oder ohne Foto. Kommt darauf an, ob du dich für ein Deckblatt mit Foto entschieden hast.
  4. Motivationsschreiben (optional) ein relativ neues Element in der Bewerbungsmappe   ist aber eher ein freiwilliger Zusatz, um Dinge aus deinem Lebenslauf oder wichtige Argumente aus deinem Anschreiben hervorzuheben.
  5. Anlagen (ein Verzeichnis über deine Zeugnisse, Zertifikate, Qualifikationen und Nachweisen.
  6. Arbeitszeugnisse das aktuellste kommt zuerst.
  7. Bescheinigung und Nachweise nach Wichtigkeit ordnen.

Deine Bewerbungsmappe solltest du in einem großen Briefumschlag (A4) verschicken am besten mit einer Papprückwand, damit die Unterlagen nicht knicken. Außerdem sollte der Briefumschlag ein Sichtfenster haben. Extrem wichtig ist dabei, dass die Anschrift richtig positioniert ist.

WAS GIBT ES SONST NOCH?

Seit Dezember 2016 gibt es ein neues Förderprogramm,  wenn euch die finanziellen Mittel fehlen. Ihr könnt dann unter Umständen vom Anerkennungszuschuss profitieren. Alle Informationen hierzu habe ich in dem Beitrag Anerkennungszuschuss zusammengefasst.

Wenn du persönliche Hilfe und Beratung brauchst, kannst du dich an die “Zentrale Anlaufstelle Anerkennung” in Hamburg wenden. 

Diakonie-Hilfswerk
“Zentrale Anlaufstelle Anerkennung”

Schauenburgerstraße 49
D-20095 Hamburg
Telefon 040 30 620-396
zaa@anlaufstelle-anerkennung.de
www.anlaufstelle-anerkennung.

Für die Vereinbarung von Terminen könnt ihr die Zentrale Anlaufstelle an folgenden Tagen telefonisch erreichen:

Montag 9.00-11.30 Uhr und 14.00-15.30 Uhr Dienstag 9.00-11.30 Uhr Mittwoch 9-12 und 14-16 Uhr. Die Telefonnummer für die Terminvereinbarung lautet (040) 30620 396. Ihr erreicht unter dieser Nummer immer eine Mitarbeiterin, die Deutsch und Englisch und je nach Person weitere Sprachen spricht. Sie wird die Termine mit euch vereinbaren.

Oder ihr schickt eine E-Mail an zaa@diakonie-hamburg.de – am besten gleich mit dem ausgefüllten Beratungsformular, weil die Zentrale Anlaufstelle dann besser weiß, wie sie euch genau weiterhelfen kann.

Wünsche euch allen ein gutes Gelingen!

Anika

 
 
 

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