Gesprächsrunden zum Verbessern der deutschen Sprache!
19. Dezember 2016
Wer muss seine Qualifikation anerkennen lassen?
22. Januar 2017

          

 

Hallo Leute, wenn euch die finanziellen Mittel fehlen und ihr unter Umständen Beschäftigungen, die unterhalb eurer abgeschlossenen Qualifikation macht, könnt ihr vom Anerkennungszuschuss profitieren.




Ziel ist es, eine bundesweit flächendeckende Förderung von Kosten für die Anerkennung ergänzend zu bestehenden Möglichkeiten der Finanzierung zu erproben. Anträge sind seit dem 1. Dezember 2016 möglich!

Warum finanzielle Förderung der Verfahrens-Kosten für die berufliche Anerkennung?
Menschen, die eine Berufsqualifikation aus dem Ausland haben, können in Deutschland die Gleichwertigkeit ihres Berufsabschlusses mit einem deutschen Referenzberuf im Rahmen eines Anerkennungsverfahrens prüfen lassen. Das ist durch ein Anerkennungsgesetz geregelt. Das Anerkennungsverfahren ist oft kostenpflichtig und muss von den Antragstellenden selbst bezahlt werden. Leider fehlen bei Anerkennungsinteressierten die finanziellen Mittel.
Mit dem Anerkennungszuschusses erhalten Personen mit fehlenden finanziellen Mitteln deutschlandweit eine finanzielle Förderung für ihr Anerkennungsverfahren.





Was ist das Ziel der Förderung?
Der Anerkennungszuschuss richtet sich an Leute, die kaum finanzielle Mittel haben. Insbesondere Beschäftigte, die unterhalb ihrer abgeschlossenen Qualifikation arbeiten und nur ein kleines Einkommen erzielen, können vom Anerkennungszuschuss profitieren. Ziel ist es, eine deutschlandweite Förderung von Anerkennungskosten ergänzend zu vorhandenen eigenen Möglichkeiten zur Finanzierung in einem 3jährigen Projekt zu testen.

Wer kann gefördert werden?
Alle, die eine formal erworbene Berufsqualifikation aus dem Ausland haben und ein Anerkennungsverfahren in Deutschland starten möchten,
Leute, die seit mindestens 3 Monaten ihren gewöhnlichen Aufenthalt bzw. Hauptwohnsitz in Deutschland haben (unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit, ihrem Aufenthaltsstatus oder dem Staat, in dem sie ihre Ausbildung abgeschlossen haben),
Leute, die keine ausreichenden finanziellen Mittel haben (Antragstellende dürfen ein zu versteuerndes Jahreseinkommen von 26.000 Euro bzw. bei gemeinsam veranlagten Ehe- bzw. Lebenspartnerschaften 40.000 Euro nicht überschreiten).

Was kann gefördert werden?
Kosten für Übersetzungen, Beglaubigungen von Zeugnissen und Abschlüssen sowie Gutachten und
Kosten für Gebühren und Auslagen des Anerkennungsverfahrens, Kosten für die Beschaffung von notwendigen Nachweisen, Kosten für Qualifikationsanalysen (nach §14 BQFG und §50b HwO) sowie Fahrtkosten innerhalb Deutschlands im Rahmen des Anerkennungsverfahrens.

Was kann nicht gefördert werden?
Anpassungsmaßnahmen oder vergleichbare Maßnahmen, Lernmittel (z.B. Bücher), Prüfungsgebühren, Kosten der Lebenshaltung und Betreuungskosten,
Sprachkurse und entsprechende Prüfungsgebühren,
Kosten und Gebühren für die Berufszulassung (Approbation, Führen der Berufsbezeichnung), wie z.B. die Ausstellung eines Führungszeugnisses oder eines ärztlichen Attests,
Leistungen, die im Rahmen der aktiven Arbeitsmarktförderung nach dem Dritten Buch Sozialgesetzbuch (SGB III) oder Leistungen zur Eingliederung in Arbeit nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch erbracht werden (SGB II).

Wie wird der Anerkennungszuschuss gewährt?
Der Anerkennungszuschuss wird in 2 Schritten gewährt:
1. Aufnahme der Förderung
Ihr müsste den Antrag auf Kostenübernahme bei einer zuleitenden Stelle vor Ort einreichen (z.B. bei Beratungsstellen im Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“). Wichtig: Dies muss vor dem Start eines Anerkennungsverfahrens passieren! Dort wird der Antrag auf Anerkennungszuschuss an die zentrale Förderstelle weitergeleitet. Es wird geprüft, ob ihr die Voraussetzungen für eine Förderung erfüllt. Wenn die Entscheidung positiv ist, bekommt ihr eine schriftliche Zusage über die Förderung. Anschließend könnt ihr das Anerkennungsverfahren starten.
2. Einreichung von Kosten
Mit der Zusage über die Förderung bekommt ihr ein Formular zur Auszahlung des Anerkennungszuschusses. Damit kann die Auszahlung der entstandenen Kosten direkt bei der zentralen Förderstelle beantragt werden.

Wie hoch ist die Förderung und wann wird der Anerkennungszuschuss ausgezahlt?
Die Förderung des Anerkennungsverfahrens beträgt maximal 600 Euro und muss nicht zurückgezahlt werden. Anträge können für Gesamtkosten ab 100 Euro gestellt werden.
Die Fördermittel werden nach Vorlage von Rechnungen oder Bescheiden (z.B. Gebührenbescheid, Rechnung für Übersetzungen) ausgezahlt. Rechnungen sollen innerhalb von 6 Monaten nach der Zusage über die Förderung, spätestens jedoch 3 Monate nach Abschluss des Anerkennungsverfahrens eingereicht werden.
Anträge auf Aufnahme in die Förderung können bis zum 30.9.2019 gestellt werden. Anerkennungszuschüsse können bis zum 30.6.2020 ausgezahlt werden.

Hier findet ihr die Antragsunterlagen:

https://www.anerkennung-in-deutschland.de/media/20161201_Anerkennungszuschuss_Anleitung_Antrag.pdfhttps://www.anerkennung-in-deutschland.de/media/20161124_Anerkennungszuschuss_Foerderrichtlinie.pdf
https://www.anerkennung-in-deutschland.de/media/20161201_Anerkennungszuschuss_Mantelbogen_Formular.pdf
https://www.anerkennung-in-deutschland.de/media/20161201_Anerkennungszuschuss_Formular_Anlage%20A.pdf
https://www.anerkennung-in-deutschland.de/media/20161201_Anerkennungszuschuss_Formular_Anlage%20B.pdf

https://www.anerkennung-in-deutschland.de/media/20161201_Anerkennungszuschuss_Formular_Anlage%20D.pdf
https://www.anerkennung-in-deutschland.de/media/20161201_Anerkennungszuschuss_Formular_Anlage%20C.pdf

 

 

 

Kontakt:
Weitere Informationen zum Anerkennungszuschuss:
Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) gGmbH
Support unter Telefon: 0371/5333553
E-Mail: anerkennungszuschuss@f-bb.de

Bundesinstitut für Berufsbildung
Portal “Anerkennung in Deutschland”
Robert-Schuman-Platz 3
53175 Bonn

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